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Roland Collombin verstorben: Das bewegte Leben einer Schweizer Ski-Legende

Die Nachricht „Roland Collombin verstorben“ hat die Schweizer Sportwelt im Juli 2026 tief getroffen. Der ehemalige Abfahrtsstar starb am 10. Juli 2026 im Alter von 75 Jahren in seinem Heimatort Versegères im Kanton Wallis. Collombin gehörte Anfang der 1970er-Jahre zu den spektakulärsten Skirennfahrern seiner Generation. Seine Karriere war kurz, aber außergewöhnlich erfolgreich und wurde durch schwere Stürze viel zu früh beendet.

Roland Collombin verstorben: Was über seinen Tod bekannt ist

Roland Collombin starb nach einem langen Kampf gegen eine Krebserkrankung. Nach Angaben seiner Familie schlief er friedlich in dem Haus ein, in dem er geboren worden war, und war dabei von seinen Angehörigen umgeben. Schweizer Medien berichteten, dass sich seine Erkrankung zunächst gegen Ende des Jahres 2024 im Hals- beziehungsweise Kehlkopfbereich bemerkbar gemacht hatte. Später kam eine Erkrankung der Leber hinzu.

Damit endete das Leben eines Mannes, der im Schweizer Skisport längst zu einer Legende geworden war. Die Nachricht über Roland Collombin verstorben erinnerte zugleich an eine außergewöhnliche Karriere, die bereits im Alter von 24 Jahren beendet werden musste.

Ein Talent aus dem Wallis

Roland Collombin wurde am 17. Februar 1951 in Versegères im Wallis geboren. Schon als Kind entdeckte er seine Leidenschaft für den Skisport. Im Alter von sechs Jahren stand er erstmals auf Skiern und entwickelte sich anschließend Schritt für Schritt zu einem leistungsstarken Rennfahrer.

Sein Talent zeigte sich früh. 1969 gewann Collombin den Junioren-Weltmeistertitel in der Abfahrt. Wenige Jahre später gelang ihm der Sprung in den internationalen Spitzenbereich. Sein erster Weltcup-Auftritt erfolgte 1971 in Val-d’Isère, wo er in der Abfahrt den siebten Platz belegte.

Seine Spezialdisziplin war die Abfahrt. Collombin fuhr mit großer Risikobereitschaft und war für seinen kompromisslosen Stil bekannt. Gerade diese Mischung aus Mut, Geschwindigkeit und außergewöhnlichem Talent machte ihn beim Publikum beliebt.

Olympisches Silber in Sapporo

Der große internationale Durchbruch folgte bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo. In der Abfahrt gewann der Schweizer die Silbermedaille und musste sich lediglich seinem Landsmann Bernhard Russi geschlagen geben.

Dieser zweite Platz war ein wichtiger Moment für Collombin. Aus dem aufstrebenden Skifahrer wurde innerhalb kurzer Zeit einer der bekanntesten Abfahrer der Schweiz. Auch bei der Weltmeisterschaft, die im Rahmen der damaligen olympischen Wettbewerbe ausgetragen wurde, erreichte er in der Abfahrt den zweiten Platz.

Seine olympische Silbermedaille blieb einer der größten Erfolge seiner Laufbahn. Gleichzeitig begann damit eine außergewöhnliche Phase, in der Collombin im Weltcup regelmäßig um Siege fuhr.

Zwei Jahre an der Spitze des Abfahrts-Weltcups

In den Saisons 1972/73 und 1973/74 entwickelte sich Roland Collombin zu einem der dominierenden Abfahrer der Welt. Die offizielle Statistik des Internationalen Skiverbands FIS weist für ihn insgesamt acht Weltcupsiege und elf Podestplätze in der Abfahrt aus. In den Jahren 1973 und 1974 gewann er jeweils die Abfahrtswertung des Weltcups.

Besonders bemerkenswert war seine Saison 1973. Collombin gewann mehrere Rennen und belegte am Ende der Saison außerdem den dritten Platz in der Gesamtwertung des Weltcups. 1974 konnte er seinen Titel in der Abfahrtswertung erfolgreich verteidigen.

Seine Erfolge zeigen, wie außergewöhnlich seine kurze internationale Karriere tatsächlich war. In lediglich 14 Weltcup-Abfahrten erreichte er acht Siege und insgesamt elf Podestplätze.

Triumphe auf der Streif in Kitzbühel

Zu den bekanntesten Erfolgen von Roland Collombin gehören seine beiden Siege auf der legendären Streif in Kitzbühel. 1973 und 1974 gewann er jeweils die Hahnenkamm-Abfahrt und bewies damit, dass er auch auf einer der anspruchsvollsten Strecken des internationalen Skisports außergewöhnliche Leistungen abrufen konnte.

Die Veranstalter des Hahnenkamm-Rennens führen Collombin bis heute als zweifachen Sieger der Abfahrt. Besonders seine Erfolge in Kitzbühel trugen dazu bei, dass sein Name dauerhaft mit der Geschichte des alpinen Skisports verbunden blieb.

Auch in Wengen, Garmisch-Partenkirchen und anderen bekannten Skiorten konnte der Schweizer Siege feiern. Die FIS-Statistik bestätigt unter anderem seine Siege in Garmisch-Partenkirchen, Wengen, Avoriaz und Kitzbühel während der erfolgreichen Saison 1973/74.

Der schwere Unfall, der seine Karriere beendete

So beeindruckend seine Erfolge waren, so dramatisch verlief das Ende seiner aktiven Laufbahn. Im Dezember 1974 stürzte Collombin während eines Abfahrtsrennens in Val-d’Isère schwer. Dabei verletzte er sich an der Wirbelsäule und musste längere Zeit pausieren.

Ein Jahr später wagte er an derselben Stelle ein Comeback. Doch erneut kam es zu einem schweren Sturz. Dabei brach sich Collombin zwei Wirbel und war zeitweise gelähmt. Dieser Unfall beendete seine Karriere endgültig, als er erst 24 Jahre alt war.

Die betreffende Stelle auf der Val-d’Isère-Piste wurde später als „Bosse à Collombin“ bekannt. Sein Name blieb damit sogar mit einer markanten Stelle einer der berühmten Abfahrtsstrecken verbunden.

Ein Leben nach dem Spitzensport

Nach seinem frühen Karriereende verschwand Roland Collombin nicht aus der Öffentlichkeit. Er fand neue Aufgaben abseits des Rennsports und blieb seiner Heimat im Wallis verbunden.

Er arbeitete unter anderem im Weinbau und als Weinhändler und war außerdem im Gastgewerbe tätig. Dadurch blieb er eng mit seiner Region verbunden. Auch viele Jahre nach seinem letzten Rennen wurde er in der Schweiz als wichtige Persönlichkeit des Skisports wahrgenommen.

Collombin verkörperte dabei nicht nur sportlichen Erfolg. Seine offene, direkte und teilweise unkonventionelle Art machte ihn zu einer Persönlichkeit, an die sich viele Weggefährten und Fans besonders gern erinnerten.

Warum Roland Collombin unvergessen bleibt

Die Bedeutung von Roland Collombin lässt sich nicht allein anhand seiner Medaillen und Siege erklären. Seine Karriere dauerte nur wenige Jahre, doch innerhalb dieser kurzen Zeit hinterließ er deutliche Spuren.

Er gewann olympisches Silber, wurde zweimal Abfahrts-Weltcupsieger und feierte acht Weltcupsiege. Gleichzeitig wurde seine Laufbahn von schweren Verletzungen geprägt. Gerade diese ungewöhnliche Verbindung aus großen Erfolgen und einem so frühen Karriereende machte seine Geschichte besonders eindrucksvoll.

Die Nachricht „Roland Collombin verstorben“ bedeutet deshalb nicht nur den Tod eines ehemaligen Skirennfahrers. Sie erinnert an eine ganze Epoche des alpinen Skisports und an einen Athleten, der Anfang der 1970er-Jahre zu den besten Abfahrern der Welt gehörte.

Fazit

Roland Collombin verstorben – diese Nachricht markiert den Abschied von einer außergewöhnlichen Schweizer Ski-Persönlichkeit. Am 10. Juli 2026 endete im Alter von 75 Jahren das Leben eines Mannes, der trotz einer extrem kurzen Karriere zu den prägenden Abfahrern seiner Zeit gehörte.

Olympisches Silber, zwei gewonnene Abfahrts-Weltcups, acht Weltcupsiege und zwei Erfolge auf der Streif in Kitzbühel gehören zu seinem sportlichen Vermächtnis. Noch wichtiger ist jedoch die Erinnerung an einen Rennfahrer, der mit großem Mut und unverwechselbarem Charakter seinen Platz in der Geschichte des alpinen Skisports gefunden hat. Sein Name wird deshalb weit über seinen Tod hinaus mit den großen Abfahrten der 1970er-Jahre verbunden bleiben.

Roland Collombin verstorben: Häufige Fragen

Wann ist Roland Collombin gestorben?

Roland Collombin starb am 10. Juli 2026 im Alter von 75 Jahren in Versegères im Kanton Wallis. Sein Tod wurde von seiner Familie bekannt gegeben.

Woran ist Roland Collombin gestorben?

Collombin starb nach einem längeren Kampf gegen Krebs. Berichten zufolge war zunächst der Hals- beziehungsweise Kehlkopfbereich betroffen; später erkrankte er an Leberkrebs.

Wie erfolgreich war Roland Collombin?

Der Schweizer gewann insgesamt acht Weltcuprennen, alle in der Abfahrt. Außerdem gewann er 1973 und 1974 die Abfahrtswertung des Weltcups und holte bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo Silber.

Warum musste Roland Collombin seine Karriere beenden?

Schwere Stürze in Val-d’Isère führten zu erheblichen Wirbelsäulenverletzungen. Nach einem erneuten Unfall im Dezember 1975, bei dem er sich zwei Wirbel brach und zeitweise gelähmt war, musste er seine Karriere mit nur 24 Jahren beenden.

Was ist die „Bosse à Collombin“?

Die „Bosse à Collombin“ ist eine Sprungstelle auf der Abfahrtsstrecke in Val-d’Isère. Sie erhielt ihren Namen aufgrund der schweren Stürze, die Collombin dort 1974 und 1975 erlitt.

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